Lichtblick 02/26

Am 22. Juli 2009 fand ein astronomisches Grossereignis statt: die längste totale Sonnenfinsternis des 21. Jahrhunderts. Der Mond verdeckte die Sonne für 6 Minuten und 39 Sekunden. Damit blieb diese Sonnenfinsternis nicht weit von der theoretisch maximalen Dauer entfernt, die 7 Minuten und 32 Sekunden beträgt.

 

Weit übertroffen wurde diese Maximalzeit, als vor fast 2000 Jahren eine dreistündige übernatürliche Finsternis über das ganze Land Israel kam – von 12 bis 15 Uhr. Am Ende dieser drei Stunden rief der gekreuzigte Jesus in die Finsternis hinein: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Diese Frage, die aus der Not seiner Seele hervorquoll, fordert uns heraus, eine Antwort zu finden.

 

Sie lautet: Jesus Christus erlebte die Gottesferne, weil er „unsere Sünden an seinem Leib auf dem Holz getragen hat“ (1. Petrus 2,24). Am Kreuz litt der Gerechte für die Ungerechten (1. Petrus 3,18).

 

Gerrid Setzer: Die Finsternis vergeht, S. 33.

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